Häufige Fragen

In der Regel machen Intelligenztests Kindern Spaß. Sie haben Freude daran, sich und ihre Fähigkeiten zu zeigen. Es kommt höchst selten vor, dass ein Kind bei der Testdurchführung überhaupt nicht mitmachen möchte. Falls dies doch einmal der Fall sein sollte, kann zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Versuch unternommen werden.

Bei dem Erstgespräch sind die Kinder i.d.R. nicht dabei und können sich in dieser Zeit in unserem Spielzimmer beschäftigen. Ältere Kinder oder Jugendliche können an dem Erstgespräch teilnehmen, wenn die Eltern damit einverstanden sind. Ob das Kind bei dem zweiten Termin eine Rückmeldung über die Ergebnisse erhalten oder in die Beratung miteinbezogen werden soll, wird im Einzelfall vorher abgesprochen.

Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, melden Sie sich bei uns bitte entweder über das Kontaktformular oder per Telefon. Wenn wir in einer Testdurchführung oder in einer Beratung sind, ist ein AB geschaltet. Wir werden Sie dann so schnell wie möglich – in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen – zurückzurufen. Wenn Sie einen Termin bei einer bestimmten Mitarbeiterin wünschen, senden Sie bitte direkt eine E-Mail an die entsprechende Mitarbeiterin (siehe Team).

Wenn Sie einen Termin vereinbart haben, erhalten Sie von uns per Post oder per E-Mail einen Elternfragebogen, den Sie uns vorab mit einem Foto des Kindes zurückschicken sollten. Gerne können Sie weitere Informationen (Zeugnisse, Vordiagnosen, gemalte Bilder etc.) beilegen. Es besteht zudem die Möglichkeit, einen weiteren Fragebogen an die Klassenlehrerin bzw. die Erzieherin des Kindes weiterzugeben. Dies ist natürlich freiwillig, für die Gesamteinschätzung des Kindes aber hilfreich.

Viele Eltern stellen sich diese Frage vor einer Kontaktaufnahme. Es erscheint manchen übertrieben, eine Hochbegabung in Betracht zu ziehen. Auch besteht vor einer Untersuchung häufig eine starke Unsicherheit über die Begabung des Kindes, und man möchte einfach Klarheit über die Stärken und Schwächen des Kindes gewinnen, ohne gleich an eine Hochbegabung zu denken. Daher ist eine Untersuchung hinsichtlich Ihrer individuellen Fragestellung auch dann möglich, wenn kein Verdacht auf das Vorliegen einer Hochbegabung besteht.

Eine Vorbereitung hinsichtlich der Testaufgaben, z.B. durch Üben, ist nicht nötig. Es ist jedoch wichtig, dass die Kinder in etwa wissen, was bei der Untersuchung auf sie zukommt, damit sie nicht völlig überrascht sind, wenn sie ohne Anwesenheit ihrer Eltern Aufgaben bearbeiten müssen (siehe nächste Frage).

Es ist hilfreich, wenn Ihr Kind weiß, dass es „einmal zeigen darf, was in ihm steckt“, „wo es Stärken hat“, „wie schlau es ist“ bzw. „was es alles kann und weiß“. Die Begriffe „Hochbegabung“, „Intelligenz“ oder „Intelligenztest“ müssen dem Kind gegenüber nicht erwähnt werden. Auch von uns werden diese Begriffe im Beisein des Kindes normalerweise nicht verwendet.

Die Untersuchung eines Kindes ist ab einem Alter von ca. vier Jahren sinnvoll. Es ist hilfreich, wenn sich das Kind ca. 45 Minuten lang konzentrieren kann und nach einer Einführung alleine mit der Testleiterin im Raum bleibt. Falls das Kind sehr ängstlich sein sollte, kann auch ein Elternteil während der Testdurchführung anwesend sein. Ob eine Untersuchung bereits sinnvoll erscheint, kann im Vorfeld durch ein kurzes telefonisches Gespräch geklärt werden.

Auch wenn ein Testergebnis von verschiedenen Faktoren wie z.B. der Tagesform, der Motivation und dem Arbeitsverhalten des Kindes beeinflusst werden kann, ist ein Intelligenztest dennoch das beste Mittel, um die kognitive Begabung eines Kindes zu erfassen. Die alleinige Beobachtung der Verhaltensmerkmale eines Kindes reicht dazu nicht aus. Uns ist es dabei sehr wichtig, dass das Testergebnis in eine ganzheitliche Einschätzung des Kindes und in einen Beratungsprozess eingebettet wird. Dabei erleben wir es immer wieder, dass Eltern dies über die bloße Feststellung eines Intelligenzquotienten hinaus als hilfreich für die Beantwortung ihrer Ausgangsfragestellung erleben.

Wir führen in der Regel einen Individualtest durch, der in Interaktion mit dem Kind stattfindet. Nach Möglichkeit sind die Eltern hierbei nicht anwesend, da das Kind dann aller Erfahrung nach besser mitarbeitet. Das Kind muss dabei beispielsweise verschiedene Fragen beantworten, Rechenaufgaben lösen, Muster nachlegen, Bilder ordnen, sich Dinge merken etc. Das Lösen der Testaufgaben, die immer auf das jeweilige Alter des Kindes zugeschnitten sind, macht den Kindern in der Regel Spaß. Bei Bedarf kann an dem zweiten Termin ein weiteres Verfahren zum Einsatz kommen, das u.a. auch in schriftlicher oder non-verbaler Form durchgeführt wird.